TPM-Prozess

Der TPM-Prozess folgt einem Leitfaden, der dabei unterstützt, bestimmte Schritte zu gehen. Diese dienen dazu, belastende, innere Überzeugungen zu erkennen und Gott hinzuhalten. Durch Sein Wirken kommt es zu konkret wahrnehmbaren Veränderungen. Ein Beispiel:
EMOTION    ->    identifizieren
Ich komme aus einem Teamtreffen in meiner Gemeinde nach Hause. Ich merke, dass insbesondere eine Aussage einer anderen Person mir nachgeht und mich beschäftigt. Als ich mir etwas Zeit für mich nehme, wird mir klar, dass ich enttäuscht und verletzt bin.
ERINNERUNG    ->    anschauen
Ich konzentriere mich auf dieses Gefühl, um nachzuspüren, welche Wurzeln es hat. Mir kommt eine Erinnerung in den Sinn, in der ich mich genauso fühle, wie in dem Teamtreffen heute. Ich suche nun nach der Überzeugung, die mein Gefühl auslöst. Es ist so etwas wie: „Ich bin klein und machtlos.“
ÜBERZEGUNG    ->    benennen
Ich überprüfe diese sogenannte Herzensüberzeugung mit der Frage: „Nicht, dass es wahr ist, aber fühlt es sich wahr an, dass ich klein und machtlos bin?“  Dabei spüre ich, dass sich diese Aussage wahr anfühlt, obwohl ich weiß, dass ich heute nicht mehr klein und machtlos bin. Das macht mir klar, dass ich diese Aussage immer noch glaube.
WAHRHEIT    ->    empfangen
Ich halte sie Gott hin mit der Frage: „Was möchtest du mich wissen lassen?“ In der Stille nehme ich wahr, dass Gott mein Herz berührt und ich sehen kann, wer und wie ich in Seinen Augen wirklich bin.
Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
(Römer 8,2; NLB)
TRANSFORMATION    ->    überprüfen
Ich überprüfe, ob sich meine Überzeugung verändert hat, indem ich frage: „Fühlt es sich immer noch wahr an, dass ich klein und machtlos bin?“ Ich nehme wahr, dass es sich nicht mehr wahr anfühlt. Selbst wenn ich wollte, kann ich dieser Überzeugung nicht mehr zustimmen, ohne unehrlich zu sein. Als ich auf die auslösende Situation zurückblicke, stelle ich fest, dass sich die Gefühle von Enttäuschung und Verletzung aufgelöst haben.
Ein weiterer Teil des TPM-Prozesses bietet zusätzliche Schritte, wenn Blockaden auftauchen. Dazu gehören zum Beispiel Zorn, Ärger und Wut, ebenso wie Schwierigkeiten, sich mit Gefühlen oder Erinnerungen zu verbinden.