Zeugnisse

Wie groß ist Gott?

 

Bevor ich TPM kannte, hatte ich oft das Gefühl, dass Gott sich nicht wirklich gut um mich kümmern kann und dass ich nicht so versorgt bin, wie es in der Bibel steht. Ich empfand, dass er irgendwie zu klein ist oder dass er zu sehr mit anderen wichtigeren Dingen beschäftigt ist, als dass ihn meine Probleme interessieren könnten. Ich hatte die Überzeugung, "Wenn ich es nicht selbst mache, dann wird mir auch Gott nicht helfen". Diese Lüge hatte sich in meinem Herzen festgesetzt, weil mein Vater seit meiner frühen Kindheit immer wieder für längere Phasen in psychiatrischen Einrichtungen war. "Vaterschaft" habe ich nur so erlebt habe, dass gerade die Person, die für mich Versorgung, Stabilität, Orientierung und Identität hätte geben sollen, nicht im Stande war, sich selbst zu versorgen, geschweige denn sich um seine Kinder zu kümmern. Dieses Vaterbild habe ich eins zu eins auf Gott übertragen. So wie ich meinen Vater als unfähig und zu klein erlebt habe, so habe ich Gott wahrgenommen oder erlebt. In einem intensiven TPM-Prozess hat Gott selbst dann ganz konkret zu dieser Überzeugung in mein Herz gesprochen. Er hat mich gefragt, wer die Erde erschaffen hat, wie viele Sterne ich am Himmel zählen kann und wer das ganze Universum in seinen Händen hält. Ich habe seine Größe ganz neu verstanden. Er hat mir gezeigt, dass er die Haare auf meinem Kopf gezählt hat und dass er weiß, was ich brauche, dass ER derjenige ist, der mich versorgen kann und es auch tut. Seither habe ich nicht wieder daran gezweifelt, dass er groß genug ist. Ich erlebe seine Versorgung auf wunderbare Weise und bin mir sicher, dass er immer für mich da ist, dass ich ihm alle meine Probleme  sagen kann und dass er handelt. Diese Erfahrung macht einen riesengroßen Unterschied in meinem Glauben und im Alltag. S.
Vom Kopf ins Herz

 

Ich begegnete TPM zufällig durch einen privaten Kontakt und war zunächst skeptisch.
Bisher kannte ich als Form der Seelsorge und Geistlichen Begleitung nur die Gesprächsform oder methodisch-praktische Übungen zum Umgang mit Gefühltem oder Erlebtem.
Als ein eher rationaler und sachlicher Mensch, der vieles mit Logik, Reflexion und Aktivismus zu verstehen sucht, war es zu Beginn scheinbar unmöglich, sich den Dingen, die mich beschäftigen mit TPM zu nähern. Wie sollte es möglich sein, durch Fragen, die ein aktuelles Problem nicht analysieren, sondern bei meinen Gefühlen ansetzen, mein Problem zu lösen? Es fiel mir zu Beginn sehr schwer, mich auf den TPM Prozess und das, was mich innerlich bewegt, einzulassen. Stück für Stück aber hat es mich fähig gemacht, meine Vorbehalte, Zweifel und Wut gegenüber Gott nicht nur als rationale oder schnell ausgesprochene Gedanken zu äußern, sondern als Gefühl ungefiltert zuzulassen, sodass ER Raum bekam und mein Herz zu verändern begann. TPM hat mir geholfen, meine Angst vor dem Aussprechen und Zulassen meiner Gefühle wahrzunehmen. Gott hat meine Angst in Freiheit verwandelt und mir mit seinen Zusagen und Worten zu meiner Identität neuen, tiefen Frieden geschenkt.
So hat TPM mein Vertrauen in den Herrn gestärkt und ich möchte diesen Weg „vom Kopf zum Herzen“ gemeinsam mit Ihm nicht missen!
Heute gehört TPM zu einem Teil zu meinen Gebetszeiten, um konkret mit meinen Anliegen umzugehen und zu hören, was der Herr mir für meinen Alltag sagen möchte – ganz ohne zu versuchen, die „Probleme“ wie früher im Kopf zu lösen. Maria-Elisabeth
kleiner Trigger, überraschende
Transformation
 
 
Bei der Vorbereitung auf ein bevorstehendes Online-Meeting spüre ich ein Unbehagen bei dem Gedanken, vor den Teilnehmenden meinen Beitrag zu präsentieren.
Als ich diesem Unbehagen mithilfe der TPM-Fragen nachspüre, kommt mir eine Kindheitserinnerung in den Sinn: Ich sollte ein Gedicht aufsagen und war gut vorbereitet, aber als ich vor den Anwesenden stehe, bleibe ich stecken.
Es war für mich sehr peinlich und beschämend und es tauchen Überzeugungen auf, die ich in dieser Situation abgespeichert habe:  Ich entspreche nicht den Erwartungen. Ich müsste es eigentlich können, „bringe“ es aber nicht. Ich bin nicht so gut oder klug, wie es von mir zu erwarten wäre.
Im weiteren TPM-Prozess kristallisiert sich die Kernüberzeugung heraus: „Ich bin mangelhaft, unzulänglich, etwas fehlt mir, sodass ich nicht erfüllen kann, was von mir erwartet wird.“
Als ich diese Überzeugung Jesus hinhalte, versichert er mir neu, dass er mich je und je geliebt hat und mich nicht als mangelhaft ansieht, sondern mich begabt hat und sich freut, wie ich diese Begabungen entfalte. Er sagt mir auch, dass die Beteiligten damals ihre Motive hatten und dass sie es waren, die mich in diese Situation brachten. Von ihm kam das nicht!
Die Aussage, dass die damalige Situation von Menschen herbeigeführt wurde und nicht von ihm kam, bewirkt eine starke Veränderung in meiner Lebenseinstellung, die ich seither im Alltag spüre: Andere können Erwartungen an mich stellen, aber die Autorität dazu haben nicht sie, sondern Jesus. Und was er von mir möchte, das kann ich mit seiner Hilfe auch erfüllen. Dies im Herzen zu spüren, ist so befreiend!
Nachtrag:
Einige Wochen später gegen Ende einer Konferenz, in der ich mehrmals vor anderen zu sprechen hatte, wird mir auf einmal bewusst, dass ich diese Konferenz völlig anders erlebe als früher. Ich bin „tiefenentspannt“ und kann meine Aufgaben im Vertrauen auf Jesus ganz leicht und ohne das geringste Unbehagen erfüllen. Es ist so ein Unterschied! Marita